Im Eigenverlag

Bausteine Grundlagen

Rhythmus macht Spaß

-
Sicherheit gewinnen ohne
zählen!

Wer kennt nicht das leidige Problem des Rhythmisierens. So viele haben davor schon kapituliert, noch bevor sie selbst, geschweige denn ihre Schüler, auch nur Grundbegriffe dieser Disziplin erfasst haben. Den Grund dafür sehe ich in der von der traditionellen Musiklehre vorgegebenen Sache selbst. Da hat irgend wann ein ach so kluger Geist das Problem durchdrungen - mit seinen hervorragenden Geistesgaben versteht sich. Er setzte ein Ganzes als Grundlage seiner Überlegungen an, und begann dieses in reziproken Zweierpotenzen zu teilen. Auf den ersten Blick ist das sinnvoll und einleuchtend.

Ich halte dies - mit Verlaub - für absoluten Unsinn!

Die Begründung: Das hat nichts mit Musik zu tun, das ist reine Mathematik, Fachrichtung Bruchrechnen! Schon allein der Ansatz, die Ganze - Note, ist etwas, was es in der ursprünglichen Musik praktisch nicht gibt.

Aber gibt es denn überhaupt etwas Besseres, etwas musikalisch Sinnvolles, etwas Kindgemäßes?

Das Zauberwort heißt in diesem Falle

Zoltan Kodaly.

Dieser ungarische Musikpädagoge (1882-1967) und Komponist hat lange Jahre zusammen mit Bela Bartok ungarische Volksmusik (darunter über 3500 Lieder!) gesammelt und aufgeschrieben, damit sie der Nachwelt, vor allem den Kindern erhalten bliebe. Er hat sich auch darum bemüht, dieses Liedgut den jungen Leuten nahe zu bringen. Es ist sicherlich leicht vorstellbar, dass er dabei im rhythmischen Bereich schnell an Grenzen stieß, die ihm die traditionelle Musikkunde zog. Ungarische Volksmusik ist, wie allgemein bekannt, rhythmisch viel "gepfefferter", als unsere. Da kommt man natürlich beim rhythmisch genauen Darbieten und Erlernen leicht "ins Schleudern".
Deshalb suchte Kodaly nach einer Möglichkeit, Kindern auch Rhythmen so einprägsam und verständlich nahe zu bringen, dass sie dieses Problem leicht lösen konnten.

In der Lehre des Franzosen Emile-Joseph-Maurice Cheves (1804-1864) stieß Kodaly unter anderem auf eine Rhythmisiermethode. Cheve hatte ein kompliziertes System ausgearbeitet und die Übungen mit Rhythmen durch Namengebungen erweitert, was gleichzeitig aber auch eine Erschwernis darstellte. Es ist das Verdienst Kodalys, diese Methode kindgemäß aufbereitet zu haben, und zwar so, dass auch schwierigste Rhythmen verstanden und nach vollzogen werden konnten.

Aus der Erkenntnis, dass man mit dem Kopf nur seelenlos musizieren kann, wählte er die Viertelnote als den zentralen Notenwert, und bezeichnete diesen Wert mit "Ta" (wie ein betontes "Ja" gesprochen). Kann man sich nicht leicht vorstellen, dass dieser Notenwert unserem Pulsschlag, also vom Herzen diktiert, nahe steht? (So lässt sich auch das Tempo eines Musikstückes erklären, denn je nach Stimmungslage schlägt unser Herz einmal schnell, einmal langsam, einmal .....)

Weitere Ausführungen im Skript:

Bausteine zur Rhythmuserziehung - Grundlagen

Bausteine 1

Liebe Musikfreunde,
sehr geehrte Leserin,
werter Leser,


Sie haben hier ein Geheft vor sich, das Ihnen Rhythmusübungen mit Kindern erleichtern soll. Ich habe für Band l und 2 je ein Liedchen geschrieben, das sich jeweils mit einem bestimmten Thema befasst. Dazu habe ich je zwölf Bilder gezeichnet, damit Sie das nötige Material gleich zur Hand haben. Sie wirken noch besser, wenn man sie farbig gestaltet.
Zur MethodikIch stelle mir vor, dass das Lied wie ein Refrain gesungen und gespielt wird. Jedes Mal, wenn das Lied gesungen ist, taucht ein entsprechendes Bild auf. So sollte eine Reihe von wenigstens vier, höchstens acht Bildern entstehen. Sie können ja aus den je zwölf Vorlagen nach Belieben auswählen.
Jedes Mal also, wenn das Lied gesungen ist, erscheint ein Bild, das an der Wand, an der Tafel an einem Steckbord oder ..... fixiert wird. Immer wenn ein Bild erschien, sollte man besprechen, was darauf zu sehen ist. Dabei sollte man auf die Begriffe eingehen, die von den Kindern kommen. Sodann sollen diese rhythmisch richtig gesprochen werden. Dann klatscht man auch noch den Wortrhythmus beim Sprechen. Zunächst sollte die Reihe nicht weiter als bis zu vier Beispiele ausgebaut werden, nur geübtere Kinder können später mit einer Reihe von acht Bildern umgehen.
Eine Spielvariante ist es, die Bilder zu vertauschen. Dabei könnte jedes Kind einmal "seine" Reihe legen. So hat man im Nu eine große Zahl von Übungen mit dem selben Inhalt, ohne dass dieser langweilig wird.
Später kann man die vorhandenen Bilder durch neue austauschen und wie oben verfahren.
Es ist auch sehr lustig, einzelnen Kindern ein Bild zum Halten anzuvertrauen.
Diese Kinder dürfen während des Liedsingens im Raum herumtanzen. Ist das Lied gesungen, formieren sich die "Bilderkinder" vor der Restgruppe. Auch so entstehen ständig neue Varianten mit dem gleichen übungsmaterial. Natürlich werden alle Kinder einmal "Bilderkinder" sein wollen, und das sollte man ausnutzen.
Aber auch Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Jede Spielform, die Ihnen einfällt ist ebenso gut wie meine Vorschläge. Achten Sie nur darauf, dass die Zahlenverhältnisse, wie oben beschrieben, stimmen.
Heft l und 2 liegt je ein Vorschlag für das Rhythmuswort bei. Das sind aber, wie gesagt. Vorschläge! Sie, und noch besser die Kinder, können auch ganz andere Begriffe nehmen, die Ihrem Sprachgebrauch besser angepasst sind. Seien Sie kreativ, Sie können es!
Nach einiger Zeit der Übung können dann zu den Bildern die entsprechenden Notenwerte hinzugefügt werden. In Heft eins ist dazu ein Vorschlag mit einem Arbeitsbrett und Kopiervorlagen für Kärtchen gemacht. In Heft 2 sind Kopiervorlagen für Overheadprojektion enthalten.
Heft 3 bringt Rhythmusübungen mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad und Übungen in denen Notenköpfe oder Notenhälse dem jeweiligen Metrum angepasst eingesetzt werden müssen.Ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern viel Spaß bei der Anwendung meiner Vorlagen und grüße Sie herzlich
Ihr
Dieter Rieß

Auszug aus Bausteine 1

Bausteine 2



Sie haben hier ein Geheft vor sich, das Ihnen Rhythmusübungen mit Kindern erleichtern soll. Ich habe für Band l und 2 je ein Liedchen geschrieben, das sich jeweils mit einem bestimmten Thema befasst. Dazu habe ich je zwölf Bilder gezeichnet, damit Sie das nötige Material gleich zur Hand haben. Sie wirken noch besser, wenn man sie farbig gestaltet.

Zur Methodik

Ich stelle mir vor, dass das Lied wie ein Refrain gesungen und gespielt wird. Jedes mal, wenn das Lied gesungen ist, taucht ein entsprechendes Bild auf. So sollte eine Reihe von wenigstens vier, höchstens acht Bildern entstehen. Sie können ja aus den je zwölf Vorlagen nach Belieben auswählen.

Jedes mal also, wenn das Lied gesungen ist, erscheint ein Bild, das an der Wand, an der Tafel an einem Steckboard oder ..... fixiert wird. Immer wenn ein Bild erschien, sollte man besprechen, was darauf zu sehen ist. Dabei sollte man auf die Begriffe eingehen, die von den Kindern kommen. Sodann sollen diese rhythmisch richtig gesprochen werden. Dann klatscht man auch noch den Wortrhythmus beim Sprechen. Zunächst sollte die Reihe nicht weiter als bis zu vier Beispiele ausgebaut werden, nur geübtere Kinder können später mit eine Reihe von acht Bildern umgehen.

Eine Spielvariante ist es, die Bilder zu vertauschen. Dabei könnte jedes Kind einmal "seine" Reihe legen. So hat man im Nu eine große Zahl von Übungen mit dem selben Inhalt, ohne daß dieser langweilig wird.
Später kann man die vorhandenen Bilder durch neue austauschen und wie oben verfahren.
Es ist auch sehr lustig, einzelnen Kindern ein Bild zum Halten anzuvertrauen. Diese Kinder dürfen während des Liedsingens im Raum herumtanzen. Ist das Lied gesungen, formieren sich die "Bilderkinder" vor der Restgruppe. Auch so entstehen ständig neue Varianten mit dem gleichen übungsmaterial. Natürlich werden alle Kinder einmal "Bilderkinder" sein wollen, und das sollte man ausnutzen.

Bausteine 3

Das Skript 3 enthält 214 rhythmische Übungen, die auch als Kopiervorlagen geeignet sind.

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