Sprichwörter

We-i mer hald su sachd

Mach"s we-i d Aldmül, drah di vuan negschdn Schriid ejersch amal rum! Mach es wie die Altmühl, dreh dich vor dem nächsten Schritt erst einmal um! mach langsam
Wer si under die Kleia mischd, den fressn d'Säu. Wer sich unter die Kleie mischt, den fressen die Schweine. Wer sich klein macht, (nicht den richtigen Umgang pflegt), geht unter
Die Kazz budzd si, dou kummd ebber zu B'souch? Die Katze putzt sich, kommt etwa Besuch?  
Wenn d'Esl scherzn, kummd a anders Weeder. Wenn die Esel Schabernack treiben, kommt anderes Wetter (spaßhaft beim Herumtollen).  
Le-iber an Bauch von Essn we-i an Buckl vo der Ärberd. Lieber einen Bauch vom Essen, als einen Buckel von der Arbeit.  
Le-iber in Mong derschprengd we-i an Wiad wos g'schenkd. Lieber den Magen gesprengt, als dem Wirt etwas geschenkt. Im Wirtshaus den Teller leer essen.
Ner nix g'nöid, was ned vo selber ge-ihd. Nur nichts genötigt, was nicht von selbst geht. keinen Zwang ausüben
Wenn a Bauer lachd, g'heerd 'n der Schduugzuh g'rissn. Wenn ein Bauer lacht gehört ihm ein Stockzahn gerissen. muss man von ihm ein Zugeständnis erlangen
Wenn mer zeha Bauern unter an Houd bringa will, mou mer neine derschlong! Wenn man zehn Bauern unter einen Hut bringen will, muss man neun erschlagen. man kann eine Gruppe nicht unter einen Hut bringen
Wenn'schd a Muckn derschlägschd, genga 99 af d'Leichd. Wenn du eine Mücke erschlägst, kommen 99 zur Beerdigung. Mückenplage
Des is a Weedâ fir mei Knechd: Ärbertn's nix, nou fre-iert si's rechd. Das ist ein Wetter für meine Knechte: arbeiten sie nichts, friert es sie arg. (bei Kälte) bissige Bemerkung des Bauern, wenn das Gesinde faul war
We-i mer ißt, su ärberd mer. Wie man isst, so arbeitet man.  
S'Heiredn und z'Schliidnfoan mou' schnell ge-ih. Das Heiraten und das Schlittenfahren muss schnell gehen. schnell gefreit nicht gereut
Wenn mehr ärberd, kummd mer ned in's Sinniern. Wenn man arbeitet, kommt man nicht zum grübeln. gegen Selbstmitleid, Schwermut, Depression
Mit an naggerdn Finger deid'd mer ned af uzunge Leid. Mit nacktem Finger zeigt man nicht auf angezogene Leute.  
Wer lang frouchd, ge-ihd lang irr. Wer viel fragt, geht oft in die Irre.  
Bauernschderm is ka Verderm - Säi verreckn, des is a Schreckn. Bauernsterben ist kein Verderben Schweine verrecken, das ist ein Schrecken. Einschätzung für Landwirte (ironisch)
dâ Zehnerlasdogder Herr Dr. Dörfler aus Weißenburg gab den Kindern auf dem Land gerne einmal ein Zehnerle  
Wer vu Kaldnbouch kummd ohne Wind,Vo Syburch ohne Kind,Vu Nennsling ohne Schbodd,der houd Gnad bei Gott Wer von Kaltenbuch kommt ohne Wind ,von Syburg ohne Kind Von Nennslingen ohne Spott,der hat Gnade bei Gott liegt an der AlbkanteFürstenkinder!,