Altmühlfranken klingt

Im Weißenburger Tagblatt

Erstes Benefizkonzert zugunsten der Landkreis-Bürgerstiftung brachte 2200 Euro

Ein Musikgenuss, der nachhaltig der Region hilft

Pappenheimer Sunnasänger, Sängerkreis Weißenburg, die Diatonisch’n Druckknöpf, Wormer Musikanten und Dieter Rieß auf der Bühne

WEISSENBURG (ley) - Das erste Benefizkonzert der Bürgerstiftung des Landkreises im Weißenburger Kulturzentrum Karmeliterkirche war ein voller Erfolg: 2200 Euro Spendengelder kamen für die Stiftungsziele zusammen.
Auch die auftretenden Gruppen hatten sich in den Dienst der Bürgerstiftung gestellt und traten ohne Honorar auf. Auf die Qualität des Konzerts unter dem Motto „Altmühlfranken klingt" schlug sich der fehlende Obolus aber keineswegs nieder. Ganz im Gegenteil: Die „Diatonisch'n Druckknöpf", die Pappenheimer Sunnasänger, der Sängerkreis Weißenburg und die Wormer Musikanten beeindruckten mit ihren Darbietungen. Dazwischen bewegte sich ein sichtlich vergnügter Dieter Rieß durch die Reihen, der die einzelnen Teile des Programms moderierte, mit Anekdoten oder Gedichten bereicherte oder auch mal selbst zur Gitarre griff. Dabei war er nie um einen direkten Bezug zu den einzelnen Gruppen oder deren Liedern verlegen. Bei einem Stück namens „Schnapserlboarischen" ließ er es sich denn auch nicht nehmen, die Musizierenden mit hochgeistigen Genüssen vor dem Spiel zu verwöhnen. Auf den Spielfluss wirkte sich das keineswegs negativ aus.
Bei einem anderen Stück hingegen sei der Komponist wohl schon etwas „benebelt" gewesen, mutmaßte Rieß. Es hieß „die kleine Nachtforelle", zeugte aber doch eher von musikalischer Finesse: Das Stück entpuppte sich als köstliche Melange aus Mozarts kleiner Nachtmusik und Schuberts „Die Forelle". Ein schönes Zeichen für das altmühlfränkische Zusammenwachsen unseres Landkreises setzten kurz vor der Pause die Wormer Musikanten mit einem einstigen Klassiker der Weißenburger Kirchweih: das Lied vom Rehragout. Das machte den gut 300 Besuchern natürlich ordentlich Appetit. Und so strömten sie zu den Imbissständen, an denen sie die Stiftungsräte persönlich bewirteten.
Nach der Pause führte Rieß in die Fonetik des fränkischen Jodlers ein: „Dradiridirulalla" erklang es in der Karmeliterkirche. Am Ende des Konzerts konnten die Musiker und Sänger natürlich nicht ohne Zugabe von der Bühne gehen. Am lautesten eingefordert von Landrat Gerhard Wägemann, der es sich als Stiftungsvorstand auch nicht nehmen ließ, die Werbetrommel für die Organisation zu rühren. Sie wolle Vorhaben anstoßen, begleiten und realisieren und damit in unserer Region Akzente setzen. Egal ob es sich dabei um Projekte für Bildung und Erziehung, Kinder-, Jugend-, Familien- oder Altenhilfe, des bürgerschaftlichen Engagement zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke oder auch um Projekte für Umwelt- und Naturschutz, Heimatpflege, Brauchtum- und die Denkmalpflege, Kunst und Kultur sowie den Sport handle. Als aktuelle Beispiele für unterstützte Vorhaben nannte Wägemann ein Kulturfestival der Lebenshilfe sowie die Wunschbaum-Aktion der Diakonie.
Die 2200 Euro, die nach Ende des Konzert in den aufgestellten Spendenkörbchen landeten beziehungsweise durch den Pausenverkauf erwirtschaftet worden waren, kämen zu 100 Prozent der Bürgerstiftung zugute, beteuerte der Landrat. Für die Unkosten des Abends kam nämlich die Raiffeisenbank im Landkreis auf. Am Ende des Konzerts bedankte sich schließlich Werner Seegmüller vom Stiftungsvorstand bei den Mitwirkenden, Organisatoren und Besuchern für die Unterstützung. Als Abendlektüre gab es einen ersten Rechenschaftsbericht der im vorigen Jahr gegründeten Bürgerstiftung mit nach Hause. Finanziell unterstützt werden kann sie durch Überweisungen auf das Spendenkonto mit der Nummer 4 99 99 bei der Raiffeisenbank Weißenburg Gunzenhausen (Bankleitzahl: 760 694 68).

Quelle: Weißenburger Tagblatt, 14.05.2012 – Jürgen Leykamm

Die Beteiligten

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